Wo ist die Grenze zwischen harmlosen Konservativismus und Rückgriffen auf Bauten eines rechten Nationalfanatismus?

28.11.2019

„Stadtlabor 2050“ Round Table Talk am 5. November 2019: Rechte Räume in Architektur und Stadt – gibt es sie wieder?

Zeit: Dienstag, 05.11.2019, 19 Uhr
Ort: BVV-Saal im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr Allee 100, 10585 Berlin

„Natürlich ist der in die Form gegossene Beton und der an der definierten Stelle versetzte Stein unschuldig. Aber wie sieht es in den Hirnen aus, die die Formen und Positionen gefordert, entworfen und realisiert haben? Architektur hat immer einen zeitbedingten gesellschaftspolitischen Hintergrund und ist ein Seismograph des Zeitgeistes. Mich würde wirklich interessieren, welche Anteile von Historie, Macht, Formenspielerei, Monumentalismus, Stilbewusstsein, Selbstüberschätzung, Bedeutungshoheit, Geschichtslogik, Nostalgie, Banalität usw. in der zeitgenössischen Architektur verankert sind und warum. Gerade in Berlin nimmt die Gesichtslosigkeit der gebauten Umwelt zu, die Geschichtslosigkeit eher ab. Dabei wird die Nachkriegs-geschichte gern ausgeblendet und die Vorkriegszeit als Planungsmuster bevorzugt. Wo ist die Grenze zwischen harmlosen Konservativismus und Rückgriffen auf Bauten eines rechten Nationalfanatismus? Diese Fragen werden nicht ohne konkrete Beispiele und deren Verfasser hinreichend klärbar sein.“ (Zitat: Uwe Hameyer, Architekt AIV)

Wir wollen diese und weitere Fragen anhand von konkreten Beispielen in Berlin und anderswo diskutieren – in unserer Gesprächsrunde mit:

  • Mitgliedern der BVV – Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
  • Uwe Hameyer, Architekt, Rat für Stadtentwicklung Berlin
  • Verena Hartbaum, Architektin und Stadtforscherin, Stuttgart
  • Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt, Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin

Moderation: Yasser Almaamoun, www.plattformnachwuchsarchitekten.de

Sie sind herzlich eingeladen, mit zu diskutieren!
Anmeldung an Lidia Perico: bne@charlottenburg-wilmersdorf.de

Die prämierten Wettbewerbsarbeiten der Plattformnachwuchsarchitekten „Stadt im Wandel – Städte der Ideen, Motto 2019: Metropolenraum Berlin Brandenburg – ganzheitliche Konzepte für Stadt und Land“ werden dabei öffentlich ausgestellt.

Veranstalter:
Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung und entwicklungspolitische Projekte des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit www.plattformnachwuchsarchitekten.de