Nachhaltiger Konsum und Produktion

Fairer Handel – für eine bessere und gerechtere Welt.

02.05.2019

Fairer Handel

Pagoden-Info-Zelt des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf auf der Fanmeile am Breitscheidplatz. Berlin, 07.08.2018. Copyright: Janine Schmitz/ photothek.net

Dank des globalen Handels können Produkte aus der ganzen Welt konsumiert werden. Dieser konventionelle Handel ist jedoch oftmals alles andere als fair – Kinderarbeit, fehlender Arbeitsschutz, ausbeuterische Arbeit, Umweltverschmutzung sind die Folge ungerechter globaler Lieferstrukturen. Bereits seit den 70er Jahren gibt es daher die Entwicklung des fairen Handels, der u.a. einen sicheren Lohn, gerechtere Lieferketten, bessere Gesundheitsversorgung und nachhaltige Unterstützung der Kleinbauerkooperativen fördert. Ebenso bedeutend ist für Produzent*innen der ökologische Anbau. Die Nutzung regionaler Produkte schützt die Umwelt, schont Ressourcen und verringert die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen.

Die Stabsstelle erarbeitet unterschiedliche Angebote um Fair Trade im Bezirk zu verankern. Zum einen gibt es seit April 2019 den Fairtrade Point im Rathaus Charlottenburg. Dort können Mitarbeiter*innen und Gäste fairgehandelte Produkte wie Kaffee, Tee und Schokolade einkaufen. Außerdem werden Vorragen für Beschlüsse vorbereitet, Gesprächsrunden und Seminare zum Thema erarbeitet.

Ein wichtiges Thema ist die Faire Beschaffung- mit bundesweit jährlich ca. 300 Milliarden Euro Kostenvolumen wiegt der Markt öffentlicher Beschaffung schwer. Wir als Kommune tragen durch unser Einkaufsverhalten eine große Verantwortung im Umwelt- und Klimaschutz sowie fairer Arbeitsbedingungen weltweit. Mit unserem Kaufverhalten können wir einen aktiven Beitrag leisten, dass sich weltweit gerechtere Handelsstrukturen durchsetzen. Zu diesem Zweck regelt der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf mit dem Beschluss vom 06.11.2018 die Beschaffung von Produkten für den eigenen Verbrauch und ihre Vergabe- und Ausschreibungspraxis für Catering, Zuwendungsempfänger*innen und die Verpachtung bezirklicher Räume und Kantinen. Mit dem Beschluss und dessen Umsetzung wird ein Zeichen gesetzt, dass sich auch die Bezirksverwaltung für gerechtere Handelsbedingungen und damit für nachhaltigen Konsum und Produktion einsetzt.

Den Titel „Fairtrade Town Charlottenburg-Wilmersdorf trägt der Bezirk seit 2011 und ist damit Vorreiter aller Berliner Bezirke. Die ehrenamtliche Fairtrade Town Kerngruppe engagiert sich durch Aktionen und Infoveranstaltungen im Bezirk.

Ansprechpartnerin der Fairtrade Town Charlottenburg-Wilmersdorf ist Judith Siller: a.janela@ewsl.de

Pagoden-Info-Zelt des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf auf der Fanmeile am Breitscheidplatz. Berlin, 07.08.2018. Copyright: Janine Schmitz/ photothek.net